Die Ohnmacht des Kunden - oder die Frechheit der freenet AG
Die freenet AG führte früher ein Nischendasein. Bei einer breiten Community waren die günstigen Produkte und kostenlosen Dienstleistungen sehr beliebt. Aber vermutlich verdient man damit nicht sonderlich viel Geld. Oder wie ist der miese Trick zu erklären mit dem der Konzern seine Kunden im ganz großen Stil abzockte? Ja: Abzocken ist das richtige Wort für diese Vorgehensweise. Kunden die sich vertraglich an freenet gebunden hatten wurden mit angeblichen Falscheingaben bei der Telefonnummern Registrierung gelinkt.
Die Masche: Den Kunden wurde erzählt sie hätten bei der Registrierung für einen Mindestabnahmevertrag namens Powertarif eine falsche Telefonnummer registriert. Somit wurde die Surfzeit einmal pauschal abgerechnet über den besagten Tarif und zusätzlich über einen sehr teuren Standardtarif. Wenn man jetzt – so wie ich – nicht monatlich seine Ausgaben und vor allem Surfzeiten im Blick hat, bemerkt man den „Fehler“ vielleicht erst nach drei Monaten. Von der Hotline und dem Kundenzentrum wurden alle nur abgewimmelt. Die Kunden blieben so auf Ihren Kosten sitzen. Doch der Schaden spielt sich in Dimensionen ab in denen Klagen einfach nicht lohnen.
Und genau das ist das vermeintlich Geniale: Für den einzelnen Kunden sind die Beträge zwar überschaubar, doch hat die freenet AG damit sicher Unsummen „eingesammelt“ ohne Leistungen zu erbringen. Für den einzelnen Kunden sieht die ganze Geschichte aus wie ein individueller Fehler. Kein Grund zur Panik.
Und genau diesen Eindruck wollte freenet bewahren. Als sich die Geschädigten sich formierten und Portale eröffnet wurden in denen sich Opfer austauschen konnten wurden diese Seiten gesperrt und zwar für Surfer die sich über freenet eingewählt hatten. Und das setzt dem ganzen die Krone auf: Die Internetzensur war da – mitten in Westeuropa. Außerdem kommt es für mich einem Schuldeingeständnis gleich. Ich denke ein seriöses Unternehmen findet andere Wege mit Kritik umzugehen.
Einen weiteren interessanten Link zu diesem Thema gibt es hier:
Trafficpiraten ärgern
Vor einigen Tagen überprüfte ich zusammen mit einem Kollegen die Backlinks für dessen vernachlässigten Internetauftritt. Uns fiel auf, dass überraschend viele Links auf Bildressourcen seiner Seiten zeigten. Ziel war vor allem die Miniaturansicht eines Wallpapers, dass er für einen Designwettbewerb erstellt hatte. Die dargestellte virtuelle Szene aus einem bekannten Browsergame scheint also den Nerv der Internetgemeinde zu treffen. Vor allem zahlreiche Forennutzer nutzen dieses Bild ohne sein wissen als Avatar oder als Banner im Forum. Aber was vor allem interessant ist: Das Bild wird vom ursprünglichen Webspace meines Kollegen aufgerufen und der Traffic wird ihm berechnet. Trafficpiraterie ist dafür vermutlich ein treffendes Wort.
Um das zu unterbinden könnte man natürlich jetzt den Zugriff auf die Bilder einschränken. Doch wäre es nicht viel amüsanter die Bilder durch andere - mit einschlägigen Motiven - zu ersetzen? Was man da alles einschleusen könnte bleibt der Fantasie jedes Einzelnen überlassen. Einige Foren würden auf jeden Fall eine völlig neue Erscheinung bekommen.
Visual Studio ist da
Das vor einigen Wochen verloste Visual Studio 2005 Standard ist soeben eingetroffen. Auch ich gehöre jetzt zum “… exklusiven Zirkel …”. Wer schnell war und die fünf Code - Clips auf http://www.msdn-solve.de gesammelt hat, den dürfte diese Tage ebenfalls eine Überraschung im Briefkasten erwarten.
Probleme mit dem Internet Explorer 7
Gestern erschien auf den Microsoft Seiten der Release Candidate I des Internet Explorer 7 auf deutsch. Obwohl ich mit dem Firefox keinerlei Probleme hatte entschied ich mich aus folgenden Gründen für eine Testinstallation:
- Neugier auf die “neuen” Features
- Der BETA - Status ist überwunden (RCI)
- Mein Kollege berichtet von stabilem Verhalten selbst mit BETA - Version
Nach Installation und Neustart war der einzige Browser der lief der FireFox. Der IE7 starb mit einer Fehlermeldung im Zusammenhang mit einer DropDownBox ab.
Update:
Nach Neuinstallation blieb das Problem bestehen. Erst beim dritten Versuch und unzähligen Neustarts bekam ich den IE7 zum Laufen. Bei mir hat scheinbar die Aktualisierung des “Tools zur Beseitigung bösartiger Software” den Fehler verursacht. Nach Deaktivierung der Option bei der Installation klappte es schließlich.